Zahlreiche Mauerruinen zeugen von der einst dichten Besiedlung des Tals

Im 19. Jahrhundert zählte das Dorf Vergeletto zeitweise über 600 Bewohner, die sich von der sehr kargen Alp- und Landwirtschaft des Tales ernährten.

Nach 1870 begann die grosse Auswanderung, wie in den benachbarten Tälern. Viele Familien suchten ihr Glück in Übersee.  

Anfangs des vergangenen 20. Jahrhunderts ist die Fahrstrasse ins Valle Onsernone, nach Vergeletto und nach Gresso gebaut worden. In der Zwischenkriegszeit wurde Vergeletto gar als Luftkurort gepriesen; das seit vielen Jahren leider leerstehende Albergo Nevi / Hôtel des Neiges zeugt davon.

In der Nachkriegszeit nahm der Niedergang seinen weiteren Lauf. Unvergessen sind die Todesopfer und materiellen Verluste des Lawinenwinter 1951 und vor allem des apokalyptischen Unwetters von 1978, welches den Talgrund von Vergeletto komplett verwüstete.

In den Jahren nach 1968 kam eine Welle von Hippies aus der Deutschschweiz ins Tal. Einige davon - inzwischen Senioren - leben heute noch hier und erinnern sich, wie es im damaligen "Ristorante antico" (heute Casa Stefano) in Vergeletto oft hoch zu und her gegangen ist. Heute  leben noch ca. 50 Personen ganzjährig in Vergeletto.

2017 fand die Fusion zur grossen Gemeinde Onsernone statt. Einen sanften touristischen Aufschwung erwarten die Talleute vom Projekt des Parco Nazionale.